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  • kirnerthomas

Was steckt hinter dem air cube

Warum haben wir eigentlich eine Lüftung entwickelt und warum sieht sie so aus und welche Funktionen übernehmen die einzelnen Komponenten? In In diesem Beitrag geben wir euch hierzu Antworten.

Luft ist kein Nahrungsmittel, da sie nicht über den Magen-Darmtrakt aufgenommen wird. Jedoch ist sie eigentlich das wichtigste Medium für unseren Organismus überhaupt.

Um euch kurz bewusst zu machen wie wichtig saubere, frische Luft für uns ist, hier einige Fakten:

Wir essen 35 Tonnen in unserem Leben, trinken 70 Tonnen, wir atmen 350 Tonnen!

Durch diese große Menge die täglich durch unsere Lungen strömt, nehmen wir unter Umständen auch die meisten Schadstoffe über diesen Weg auf.

Wir können 30 Tage ohne Essen überleben, 3 Tage ohne Wasser, 3 Minuten ohne Luft.


Zu diesen Fakten kommt noch hinzu dass ein Mitteleuropäer 90% seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen verbringt, das war für uns Anlass genug eine Lüftungsanlage zu entwickeln.

Somit haben wir uns an die Arbeit gemacht, nach vielen Tagen der Berechnung drehten wir uns im Kreis und wir beschlossen den ersten Prototyp zu bauen. Dieser war nicht ganz schlecht jedoch, noch weit weg von unserem Ziel. Nach einigen Nächten bei kalten winterlichen Temperaturen und bescheidener Heizung im alten Stall von Rainers Eltern, sind wir unserem Ziel einige Schritte näher gekommen, immerhin war die Funktionsweise definiert. Themen wie Schallreduktion und Regelung, Bedienung waren noch weit weg von der Serienreife. Dazuhin kam noch dass der erste Blechkasten alles andere als schön war. Ein Design musste her, welches auch produzierbar ist.

Um unserer Philosophie zu folgen musste der air cube, wie der heat cube, schnell und einfach integrierbar sein. Dazuhin soll die Lüftung alle Aspekte für gute Raumluftqualität erfüllen, hierzu sind wir den Empfehlungen des Umweltbundesamt gefolgt (Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Gebäuden (umweltbundesamt.de)).

Hier die Eckdaten der Empfehlung:

- Der CO² Wert in geschlossenen Räumen sollte unter 1000 ppm liegen.

- Pro Person mindestens 25 m³/h Frischluft.

- Die relative Luftfeuchte sollte zwischen 30-60% liegen

- Die Geräuschemission sollte unter 35 dB(A) bzw. unter 40 dB(A), je nach Nutzung liegen.

- Zugluftfrei und trotzdem eine schnelle Frischluftverteilung gewährleisten

- hohen Frischluftanteil um hygienisch unbedenklich und maximal effizient zu sein


Nach dem der erste air cube 900 final konstruiert war, ging es an die Weiterentwicklung. Dabei entstand der air cube 700 und in Folge daraus der air cube 450. Bei dem ganzen Design Prozess hat uns Michael Mahl und sein Freund der Wigg, maßgeblich geholfen. Michael hat mit Rainer und mir im selben Lehrjahr gelernt, somit kennen wir uns bereits seit mehr als 20 Jahren. Herzlichen Dank Michael, für die super Zusammenarbeit!



Folgende Komponenten haben wir ausgewählt:


1. Rotationswärmetauscher (Sorptionsrotor)

  • Wärmerückgewinnung

  • regulierbare Luftfeuchte

  • kein Kondensat, somit keine tropfenden Fassaden und auch keine hygienisch bedenklichen Kondensatwannen

  • keine Vorheizung nötig, dadurch geringe Anschlussleistung (max. 300 Watt)

2. Weitwurfdüsen

  • nutzen des Coanda Effekts, schnelle zugfreie Luftverteilung auch bei großen Räumen

  • durch die thermische Schichtung im Raum, wird die Zuluft zusätzlich erwärmt. Dadurch kann auf eine Nacherhitzung verzichtet werden

  • durch die Verstellbarkeit der Düsen wird jede Ecke des Raumes erreicht


3. kompakter & funktioneller Aufbau

  • Zuluftaufsatz, dadurch keine Kanal- oder Deckenarbeiten nötig

  • lediglich Außen- und Fortluft Anschluss muss erstellt werden

  • durch die Rollen kann das Gerät bei der Einbringung schnell an Ort und Stelle gebracht werden und ist bis zur fertigen Installation weiterhin bewegbar

  • 5m Anschlusskabel (230 V Schuko-Stecker)




Nach dem die Tests unter Labor Bedingungen alle sehr positiv verliefen, benötigten wir ein reales Testumfeld. Die pöttmeser Schule hat uns schnell grünes Licht für den Langzeittest gegeben und wir konnten den air cube, in einer 7. Klassse mit 26 Schüler, integrieren. Wir waren wirklich gespannt auf die CO² Werte und auf das Feedback der Lehrer und Schüler.

Das erste Resümee nach ein paar Wochen war sehr positiv. Überrascht waren die Lehrer und Schüler vom flüsterleisen Betrieb. Manche Lehrer haben uns das Feedback gegeben, dass die Schüler viel konzentrierter und ruhiger im Unterricht teilnehmen seit unsere Lüftung installiert ist.

Wir haben über 9 Monate hinweg im Dauerbetrieb getestet und immer weiter optimiert. Das Endergebnis ist der aktuelle air cube.

Als im Juli 2021 die Förderung der BAFA herauskam und unsere Lüftungsanlagen zu 80%, inklusive Einbau förderfähig ist, war das die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

Fazit:

Folgend haben sie durch Mess- und Erfahrungswerte folgende Dinge bestätigt:

- wir halten die CO² Werte konstant unter 1000 ppm

- die Frischluftverteilung über Weitwurfdüsen hat große Vorteile gegenüber Quellauslässen oder aufwendigen Deckenlösungen (siehe folgende Studie: Orientierungsleitfaden: Schullüftung unter Pandemiebedingungen - Si (si-shk.de))

- der Enthalpie Rotationstauscher vermeidet Kondensat und hält die Luftfeuchte höher als beim klassischen Fensterlüften oder bei Kreuzstromwärmetauscher

- durch die einfach Integration ist der air cube bei Planungsbüros wie auch bei Lüftungsbauer sehr beliebt

- Serviceleistungen wie z.B. Einbringservice ist sehr beleibt bei Lüftungsbauern und reduziert den organisatorischen Aufwand für die ausführende Firma

- in den Räumen mit air cube gehen die Infektionszahlen rapide nach unten, gleichzeitig melden uns Lehrer eine erhöhte Leistungsfähigkeit der Schüler zurück.


In diesen Zeiten ein Produkt wie den air cube in unsrem Portfolie zu haben ist ein tolles Gefühl. Wir verhelfen damit Menschen zu mehr Gesundheit und Leistungsfähigkeit, gleichzeitig sparen sie mit dem Einsatz des air cubes bares Geld und reduzieren den Ausstoß von CO² in Form von Heizkosten/Energieverbrauch.

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